Zentrum für Alte Sprachen und Schriften

Das „Zentrum für Alte Sprachen und Schriften“ (ZASS) ist ein Verbund von Wissenschaftler*innen, der sich der Forschung und Lehre Alter Sprachen widmet und 2019 an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz gegründet wurde. Das Zentrum verfolgt das Ziel, die vorhandenen Kompetenzen, aktuelle Erkenntnisse und neue Fragestellungen zur Entstehung, Formen und Funktionen von frühen Sprachen, Schriftsystemen und Textquellen aller Art zu bündeln und über die Fachgrenzen hinaus bekannt zu machen. Den Kernbereich bilden die Alten Sprachen und Schriften, die in den Regionen Nordostafrikas, Vorderasiens, des Mittelmeerraums und Mitteleuropas vom 4. Jahrtausend v. Chr. bis ins frühe Mittelalter verbreitet waren.

Die Johannes Gutenberg-Universität beheimatet im Institut für Altertumswissenschaften, Historischen Seminar, in der Theologie (FB 01) sowie dem Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaften eine Vielzahl relevanter Fachdisziplinen, die die enge Zusammenarbeit von Philologien,  Archäologien und weiteren Geisteswissenschaften ermöglichen, insbesondere: Ägyptologie, Altorientalische Philologie und Vorderasiatische Archäologie, Klassische Philologie (Latein und Griechisch) und Klassische Archäologie, Alte Geschichte, Altes Testament und Biblische Archäologie, Byzantinistik und Christliche Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte sowie Mittelalterliche Geschichte.

Das Mainzer „Zentrum für Alte Sprachen und Schriften“ (ZASS) versteht sich als komplementär zum „Verbund Archäologie Rhein-Main“ (VARM), mit dessen Vertreter*innen in verschiedenen Verbundprojekten zusammengearbeitet wird. Weitere wichtige Kooperationspartner sind das Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie "Römisch-Germanisches Zentralmuseum" (RGZM), die Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (AdWL) sowie verschiedene Institute der umliegenden Universitäten.

AKTUELLES

WiSe 2022/23: Öffentliche Ringvorlesung "Geschrieben – geritzt – gemeißelt: Potentiale von Schrift und Schriftlichkeit in frühen Gesellschaften" (Do., 18 Uhr c.t., Hörsaal P3 im Philosophicum und digital via Teams; Beginn 03.11.2022 mit anschließendem Umtrunk). Weitere Infos und Programm 

Die vom Zentrum für Alte Sprachen und Schriften (ZASS) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Altertumswissenschaften (IAW) und dem Profilbereich „40,000 Years of Human Challenges“ an der JGU Mainz organisierte Ringvorlesung stellt die Frage nach den Potentialen von Schrift und Schriftlichkeit in frühen Gesellschaften in einem breiten Überblick von Ägypten und Mesopotamien über Griechenland und Rom bis zu Byzanz und darüber hinaus. Die interdisziplinären Vorträge fokussieren in unterschiedlichen Konstellationen auf die Entstehung und Entwicklung von Schriftsystemen, die Interaktionen verschiedener Medien sowie die Funktionen und gesellschaftlichen Praktiken von Schrift und (Auf-)Schreiben. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den modernen Methoden der Dokumentation und Erforschung. Weitere Infos und Programm. Hier geht es zur Anmeldung für Studierende im Vorlesungsverzeichnis der JGU. Gäste sind herzlich willkommen.

29.04.2022: Einladung zum "Champollion-Tag" am 20.05.2022

Der Arbeitsbereich Ägyptologie, der Freundeskreis Ägyptologie e.V. und das ZASS laden herzlich ein zum "Champollion-Tag. 200 Jahre seit seiner Entzifferung der ägyptischen Hieroglyphen" am 20.05.2022 ab 12 Uhr. Geboten wird ein spannendes Programm rund um die Erforschung des Alten Ägypten. Den Abschluss bildet der Jahresvortrag des Instituts für Altertumswissenschaften, in diesem Jahr gehalten von Dr. Lutz Popko (SAW Leipzig) zum Thema "Zwischen Machtverlust und königlicher Herrlichkeit. Der Stein von Rosette als pharaonisches Krönungsdekret" - um Anmeldung zum Abendvortrag wird gebeten unter instaegypt@uni-mainz.de., möglichst bis zum 15.05.2022. Weitere Infos